Als österliche Menschen leben

Tagtäglich mögest du 'zur Auferstehung auferstehen' können.
Dann wirst du sein: auch bei verfinstertem Himmel ein Sternsinger.
Sogar in der Wüste ein Wasserträger.
Noch im Winter ein Gärtner.
In der Arbeitszeit ein Liedermacher.
Einer, der spricht, leise aber unmissverständlich: Der Gekreuzigte ist der Auferstandene.
Joop Roeland

Als österliche Menschen leben, heißt erkennen: Ich bin nicht Gott sondern Mensch! Das heißt auch, meine Stärken und Schwächen bergen jeweils Chancen und Risiken.

Ich bin: Nicht allmächtig, sondern ohn-mächtig! Nicht allwissend, sondern unwissend. Nicht unsterblich, sondern sterblich!

Österlich leben: Nicht in der Leichtigkeit des Seins stecken bleiben, sondern durch sie hindurch gehen bis auf den Grund des Menschseins. Im Vertrauen, dass ich gehalten bin, wie durch ein Sicherungsnetz! So kann ich nicht tiefer fallen, als in den göttlichen Grund meines Menschseins. Österlich leben können jene Menschen, die eine klare Einsicht in ihre Schwächen und Stärken gewonnen haben und damit auch ein demütiges Selbstverständnis. Nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir! (Paulus)
Können wir das aussprechen, „leise, aber unmissverständlich?”

© Julia Kohler
Kreuz

Die Jakobsmuschel
Nr 19 • Ostern 2007

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  17.12.17 11:05:03